Dienstag, 11. Juni 2013

Anders!

Das „Anders“ sein!

Vor ein paar Tagen unterlief mir ein kleiner Fehler und meine Freundin lachte und sagte sogleich. „Das ist falsch was du da gemacht hast.“ Ohne zu überlegen antwortete ich grinsend. „Lass mich! Ich bin nun einmal anders als andere. Ich mache das auf meine Weise.“ Wenn ich im nachhinein über meine Worte nachdenke lässt es mich nicht mehr los. Ja, aber was ist eigentlich dieses ANDERS sein? Was macht das anders sein aus? Ab welchen Punkt gilt man als anders? Ist man anders nur weil man eine andere Hautfarbe hat?Ist ein Mädchen anders weil es kurze anstatt lange Haare trägt? Oder ein Junge mit langen Haaren ist der gleich anders, weil es ihm so besser gefällt? Bin ich anders weil ich nicht jeden Modetrend mitmache? Bin ich anders weil ich andere Hobbys habe als viele andere? Bin ich anders weil ich nicht mit den anderen mit ihrer Meinung übereinstimme? Ist man dann gleich anders? Selbst wenn es so ist. Was passiert dann? Gehört man dann nicht mehr zur Gemeinschaft? Ist man dann kein Mensch mehr? Man sagt doch immer das kein Charakter den anderen gleicht, aber dann sind wir doch alle anders. Wieso sagt man dann das diese Person anders ist? Wo fängt es an und wo hört es auf? Ich kann mir da einfach keinen Reim draus machen. Ist man wirklich gleich anders wenn man nicht den selben Glauben hat wie seine Mitmenschen? Wenn man dinge kann die niemand sonst bisher geschafft hat? Wenn es wirklich so ist. Wer bestimmt denn dann was anders ist? Die Mehrheit? Ist das alles eine Abstimmung? Aber wenn doch Beispielsweise jemand pinke haare trägt und einige der Meinung sind: Diese Person ist nicht wie wir. Sie ist anders. Dann kann doch die Person mit den pinken Haaren lächeln und sagen:“ Ich bin völlig normal ihr seid einfach anders als ich.“ Und jetzt? Wer hat den jetzt recht? Ich konnte und kann mir einfach keine befriedigende Antwort darauf geben. Deshalb sage ich: „Es gibt kein Gleich.“

Sue!

Sue, so lieb und nett,
gesprächig, verträumt und adrett,
ehrlich, hält immer ihr Wort,
ist neu hier im kleinen Ort.

Kommt mit einem lächeln herein,
Sue, mit ihren gift grünen Äuglein,
Sue, so lieblich so schlau,
ihre Haare von einem hellen Blau.

Verfolgt von des Mitschülers Blicken,
hört sie die Uhre ticken,
hört Getuschel, ihren Namen,
die Stimmen immer näher kamen.

Sue, gezogen an den Haaren,
nur weil diese anders waren,
viel Gelächter, fiese Worte,
Sue, war nicht von dieser Sorte.

Stellt sich ihnen tapfer entgegen,
braucht keine Miene aufzulegen,
Spricht, Sue's Stimme zart und weich,
Ihr seid alle anders. Es gibt kein Gleich!“

Viel mir dazu ein. Habe mal eine andere Art genommen dieses Gedicht zu schreiben. Meinungen? :)

Ellen