Freitag, 9. Juni 2017

Gedicht "Isolation"

Isolation

Der Raum so voll,
Menschen, lautes lachen,
eine Gemeinschaft, toll!
Zweifel in mir erwachen.

Alle reden und reden,
doch das liegt mir nicht,
Gespräche mich umgeben,
ich alleine, die nicht spricht.

Spüre ihre Freude,
doch ich bleibe einsam,
alle im selben Gebäude,
sie alle, fröhlich, gemeinsam.

Niemand sieht mich an,
Dunkelheit umgibt mich,
fange keine Gespräche an,
weil ich es nicht mehr kann.

Der Schmerz wird immer schlimmer,
Seile schnürn um meine Brust,
will nur aus diesem Zimmer,
spür weitaus mehr als Frust.

Ich fühl meine Tränen,
doch dräng ich sie zurück,
hinfort mit allen plänen,
zerschmetter stück für stück.

Hoch mit allen Mauern,
bis ich nichts mehr fühl,
kein Schmerz mehr, kein bedauern,
bin innerlich tot und kühl.