Sonntag, 16. April 2017

Gedicht - "Schuld"

Schuld

Unaufhörlich, immer da,
verfolgt mich bis in tiefste Träume,
dort wo vorher Frieden war,
schafft sie sich eignen Platz und Räume.

Frisst sich tief in meine Seele,
Ranken schlingen sich um mein Herz,
verschnürt mir gänzlich meine Kehle,
enthält für immer meinen Schmerz.

Dringt tief in meine Gedanken,
ist unmöglich zu vertreiben,
bringt mein Inneres total zum wanken,
Schuld, sie wird auf ewig bleiben.

Falle endlich ab von mir,
Wie werd ich dich wieder los?
bring mir stille Träume von dir,
Wie finde ich den Frieden bloß?

Wie leg ich die Schuld ab von Dingen,
die ich nie mehr ändern kann?
Wie hör ich auf mit mir zu ringen?
Die Schuld der Löwe, ich das Lamm.

Hau bloß ab! Hinfort mit dir,
will bloß in stille Träume fallen,
verfolg mich nicht, ich hör in mir,
die Schuld als Echo widerhallen.