Sonntag, 17. August 2014

Gedicht "Spiegel im Wasser"

Ich habe mal probieren wollen, nie mehr als zwei Worte in einer Zeile zu verwenden. Funktioniert, auch wenn es sehr schlicht ist.

Spiegel im Wasser

Klarer See,
unter mir,
ich steh,
alleine hier.

Klarer Spiegel,
mein Gesicht,
so sensibel,
es zerbricht.

Sanfte Wellen,
unter mir,
sie zerschellen,
direkt hier.

Sanfte Züge,
leichtes beben,
eine Lüge,
sie hergeben.

Zarter Wind,
unter mir,
so geschwind,
ich erfrier.

Vorbestimmt,
trüber Glanz,
 Bild verschwimmt,
zarter Tanz.

Ellen